- Archive 2008 - 2011
- BMW Oracle
- COURSE CHANGE FOR ROUND BRITAIN & IRELAND
- Red Bull Air Race 2010
- ICE CRASH
- America's Cup 2011
- Velux 5 Ocean Race
- Youth Sailing ISAF World Championship 2010
- TRANSAT JACQUES VABRE
- Barcelona World Race
- Freerider
- Global Ocean Race
- Sailing News
- MOTOR BIKE
- Volvo Ocean Racing
- Volvo Youth Sailing ISAF World Championship 2009
- Statements America's Cup
- AMERICA'S CUP 2010
- BMW gewinnt den America's Cup
- Die USA gewinnt das erste Rennen
- America's Cup 2010 - Rennen 1
- America's Cup - Dritter Versuch
- America's Cup - Rennen verschoben
- America's Cup - Windflaute in Valencia
- Go West - BMW ORACLE IN DER FORM DES LEBENS!
- America's Cup - Giganten ohne Wind
- America's Cup - 1 Renntag
- America's Cup 2010
- America's Cup 2010 - Bald ist es soweit
- America's Cup - Morgen ist der grosse Moment
- America's Cup 2010 - Pressekonferenz in Valencia 5.2.10
- Die USA - Das Boot des BMW Oracle Teams
- So lang die Segel im Winde wehen - Der America's Cup 2010
- America's Cup BMW abgewiesen
- Auch BMW Oracle zum Kampf bereit
- America's Cup 2010 - Segeln
- Alinghi reicht Gegendarstellung am Gericht ein
- Alinghi: Countdown zum 33. America's Cup
- THE VENDEE GLOBE
- Extremsport
- x-alpes
- Motorsport
- Ironman
- ADVENTURE
- Extremsport
- Autorennsport
- Fotostorys - Action - Fun
- Extremtipps
- Race Air
- spannendes

22. Januar 2010, 18:53
Der America's-Cup-Defender reicht 'Constructed in Country'-Oppositionspapier und Gegenmotion ein
Die Société Nautique de Genève (SNG), der titelverteidig- ende Yachtclub im 33. America's Cup präsentierte heute dem New York Supreme Court seine Gegenargumente in Antwort auf die neunte Rechtsklage des Golden Gate Yacht Club (GGYC), eine fehlgeleitete Interpretation der „Constructed in Country“-Anforderung (CIC) der Deed of Gift, dem bestimm- enden Dokument des Anlasses. Die umfangreichen Unterlagen der SNG bekräftigen die Interpretation der SNG, dass nur „Yacht oder Boot“ im Land des Clubs, der den Cup hält, ge- baut werden muss, nicht aber die Segel.
GENEVE, 22.1.2010 (mk) Genf, Schweiz - (2010-01-22)
Die Ausführungen der SNG werden von historischen Präze-denzfällen gestützt, wie John Rousmaniere, ein führender America's-Cup-Historiker, in seinem Expertenbericht be- stätigt: „Die Donatoren der ursprünglichen Deed of Gift haben nie Limitierungen betreffend ausländische Segel oder ausländische Segeltechnologie in Erwägung gezogen. Eben diese Ausrichter haben sogar britische Segel gehisst, als sie mit America das erste Mal gewannen. Als George Schuyl- er, der letzte überlebende Donator, 1882 die CIC-Bestimmung in der Deed ergänzte, wollte er damit sicherstellen, dass der Cup ein wahrhaft kompetitiver Anlass bleibt, und gleich-zeitig internationalen Charakter des Cups wahren. Diese Balance erreichte er, indem er die CIC-Bestimmung nur auf den Rumpf eines teilnehmenden Bootes beschränkte, nicht aber auf dessen Segel.“
Zusätzliche Dokumente, die vor Gericht präsentiert wurden, bestätigen, dass die CIC-Behauptung des GGYC, faktisch falsch ist: Die Segel der SNG wurden in der Schweiz herge- stellt und diese Tatsache wird durch eine eidesstattliche Erklärung von Tom Whidden, Präsident von North Sails, und ein offizielles Herkunfts-Zertifikat der Schweizer Handels-kammer gestützt.
„Die SNG ist sich sicher, dass unsere Yacht den Bestimm- ungen der Deed of Gift entspricht, auch was die „Construc- ted in Country“-Vorgabe betrifft und unsere Interpretation wird durch das Wording der Deed, durch historische Präze-denzen und die Intention der Donatoren des Cups gestützt“, sagte Fred Meyer, Vice Commodore der SNG. „So oder so ist die CIC-Behauptung des GGYC faktisch falsch, und wir haben dem Gericht substanzielle Beweise eingereicht, die belegen, dass unsere Segel Swiss-made sind. Wir sind der Ansicht, dass wir am 8. Februar segeln sollten. Der GGYC sollte aufhören, den Cup mit juristischen Strategien zu verzögern im Versuch, sich Vorteile gegenüber dem Defender zu ver- schaffen und sich statt dessen auf den Wettbewerb auf dem Wasser konzentrieren. Falls sie aber dennoch an ihrer jüng- sten Rechtsklage festhalten, dann sollte sich der Richter auch BMW Oracles Yacht ganz genau ansehen, die mit der eig- enen Deed-Interpretation des GGYC nicht übereinstimmt“, sagte er abschliessend.
„Constructed in Country“-Gegenmotion
Zusammen mit den Oppositionspapieren hat die SNG eine Gegen-motion präsentiert, die besagt, dass, sollte die Inter-pretation der CIC-Regel des GGYC vom Gericht gestützt wer- den, auch deren eigenes Boot illegal wäre. Eidesstattliche Erklärungen mehrerer führender Experten auf dem Gebiet des Yachtdesigns, darunter Duncan MacLane und Nigel Irens, stützen die Tatsache, dass der Trimaran des GGYC in Wahr- heit ein Boot nach französischem und nicht nach amerikan-ischem Design ist, was auch durch fotografische Beweise belegt ist. Das Boot umfasst auch einige Elemente, die nicht in Amerika gebaut wurden. Zudem ist die Yacht von BMW Oracle nicht einmal eine von Segeln angetriebene Schaluppe mit Grosssegel und Jib, wie es im Herausforderungs-zertifikat der Amerikaner beschrieben ist, sondern ein Flügelmast-Rig.
Die Dokumente der SNG zeigen auf, wie diese jüngste Motion des GGYC dem Geist der Deed of Gift zuwiderläuft und wie Larry Ellisons Yachtclub den Ruf nach freundschaftlichem Wettstreit zwischen Nationen vergessen hat. Auszüge aus den eidesstattlichen Erklärungen
Auszug von der Aussage von John Rousmaniere (USA), America's-Cup-Historiker:
„In mehr als hundert Jahren America's Cup betraf die Frage der Nationalität nur die Yachtclubs und die Yachtrümpfe. Es gab beim ersten Rennen 1851 keine Nationalitätsrestrikt- ionen für die Segel, als die amerikanischen Donatoren des America's Cups britische Segel benutzten. Erst nach der neunzehnten Cup-Regatta im Jahr 1962 gab es die erste for- male Restriktion für den internationalen Austausch von Segel- und anderen Technologien. Da gab der damalige Treu- händer, der New York Yacht Club, eine wie er es nannte „interpretative Resolution“ heraus, die den Zugang zu Tech- nologien über nationale Grenzen hinweg limitierte. Danach folgten weitere manchmal widersprüchliche Restriktionen, bis alle interpretativen Resolutionen vor den jüngsten Cup- Rennen im Jahr 2007 von der SNG und dem GGYC ausser Kraft gesetzt wurden.“
„Im Unterschied zu den Rümpfen wurden Segel nicht als unter Nationalitätsrestriktionen stehend betrachtet – weder von Seglern noch von Segelmachern und auch nicht von den Donatoren und dem Treuhänder New York Yacht Club.“
„Hätte es eine stringente „Constructed in Country“-Regel – wie die vom Golden Gate Yacht jetzt vorgeschlagene – ge- geben und wäre diese durchgesetzt worden, wären der Chall- enger oder der Defender (und manchmal auch beide) wohl in den meisten dieser neunzehn Rennen disqualifiziert worden.“
„Da die Beschwerden über Atalanta davon handelten, dass ihr „Modell“ oder ihre Rumpfform identisch mit amerikanischen Yachten sei, kann „constructed“ nur geheissen haben „designt und gebaut“. In der „Second Deed“ wurde nichts gesagt oder auch nur angedeutet, was mit Segeln, Kanthölzern oder anderen Konstruktionsstandards zu tun hat.“
Auszug aus der eidesstattlichen Erklärung von Tom Whidden (USA), Präsident von North Sails:
„Das Alinghi-Team hat in der Schweiz die Segel für Alinghi 5 hergestellt, indem sie (1) die 3DL-Teile/Sektionen fürden Body der Segel zusammengefügt haben, (2) die Segel durch-traditionelle Segelmachermethoden fertiggestellt haben und (3) die fertiggestellten Segel zum Standort von Alinghis Yacht transportiert haben.“
Auszug aus der eidesstattlichen Erklärung von Nigel Irens (GBR), Mehrrümpfer-Designer bei Irens-Cabaret:
„Meiner Meinung nach, repräsentiert die BOR-Yacht eine Extrapolation und Adaption anderer heutiger Renndesigns der französischen Firma VPLP.“
Auszug aus der eidesstattlichen Erklärung von Duncan MacLane (USA), Mehrrümpfer-Designer:
„In den letzten zehn Jahren passierte in den USA nicht viel in der Entwicklung von grossen Leistungsmehrrümpfern. Die grossen Rennmehrrümpfer waren in Europa und kamen von europäischen Designern. Der BOR 90 Fuss Trimaran stammt klar von europäischen Renntrimaranen ab, besonders von den ORMA 60ern und ihren Entwicklungsprogrammen.“
Notizen:
Rousmaniere-Zitate: SNG MOL gegen die unstatthafte Motion des GGYC, um die Anordnung und das Urteil vom 7. April 2009 durchzusetzen, Seite 3.
Whidden-Zitat: Whidden-Erklärung, Seite 4
Rousmaniere-Auszug 1: Rousmaniere-Erklärung, Seiten 2 und 3
Rousmaniere-Auszug 3: Rousmaniere-Erklärung, Seite 6
Rousmaniere-Auszug 4: Rousmaniere-Erklärung, Seite 7
Rousmaniere-Auszug 5: Rousmaniere-Erklärung, Seite 15
Whidden-Auszug: Whidden-Erklärung, Seite 4
Irens-Auszug: Irens-Erklärung, Seite 2
MacLane-Auszug: MacLane-Erklärung, Seite 2
Opositions Papers
Notice of Cross Motion
MOL CROSS MOTION
Declaration of John Rousmaniere
Alinghi Sails Certificate of Origin
Whidden Affidavit
Vrolijk Affidavit
Tournier Affidavit
Sahli Affidavit
Pattison Affidavit
Masmejan Affidavit
MacLane Affidavit
Irens Affidavit
Giuffra Exhibits
Leserkommentare (0) »



